Die Entstehung

Die Entstehung von DentalReflex

DentalReflex ist durch einen Zufall entstanden. Seit dem Jahr 1980 beschäftigte sich mein Vater beruflich mit verschiedenen Reflexzonen-Behandlungen. Die Erfolge dieser unterschiedlichen Therapieformen sind oftmals abhängig von der Bereitschaft des Patienten, sich Störfelder und Herde – soweit sie lokalisiert sind – behandeln bzw. entfernen zu lassen.


Durch eine eigene Erkrankung, eine Schwellung (in der Größe von drei Hühnereiern) zwischen Penis und Hoden, erlebte er am eigenen Körper, welche Auswirkungen Herde und Störfelder haben können.


Im Laufe der nachfolgenden Jahre schickte er sicherlich einige tausend Patienten zum Zahnarzt, um abzuklären, ob und wo genau sich Herde und Störfelder im Kiefer befinden. Manchmal waren die Beschwerden nach der Behandlung durch den Zahnarzt verschwunden, manchmal nicht. Mitunter lag es am Patienten, dass die Beschwerden nicht verschwanden, und manchmal wohl auch an einer nicht vollständig durchgeführten Störfeldbeseitigung bzw. Behandlung durch Zahnärzte, die nicht an diese ganzheitlichen Zusammenhänge glaubten und die Patienten deshalb nicht aufgrund seiner Hinweise oder Angaben behandelten. Aussagen von Zahnärzten wie: „Wenn ich nichts auf dem Röntgenbild sehe, dann sieht der auch nichts.“ oder „Wer hat denn Zahnmedizin studiert? Der oder ich?“ oder „Man muss die Zähne erhalten, solange es geht“, waren dabei noch die harmlosesten Äußerungen.


Durch diese negativen Erfahrungen hielt er sich zu jener Zeit mit seinen Äußerungen über Störfelder und Herde aus dem Zahn-/Kiefergebiet sehr zurück.


Im Jahr 1995 kam ein Patient (damals 47 Jahre alt) mit einem Lupus erythematodes in die Behandlung. Es stellte sich schnell heraus, dass der Patient einen Kieferschiefstand, diverse Störfelder im Kiefergebiet sowie vegetative Blockaden hatte. Das Lymphsystem des Patienten war derart gestört, dass er dauerhafte Lymphabflussstörungen und C1-Blockaden ertragen musste. Auch diesem Patienten riet er, einen Zahnarzt aufzusuchen, um die Herde entfernen und die fehlerhafte Okklusion (CMD, Kieferschiefstand) einschleifen zu lassen, da dies die Ursache für die dauerhaften Lymphstörungen darstellte.


Dies war der Zeitpunkt, an dem der behandelnde Zahnarzt ihn bat, mit in die Sprechstunde zu kommen. Bei diesem Termin waren zwei Zahnärzte anwesend. Sie erklärten dem Patienten und ihm die Probleme des Patienten aus zahnärztlicher Sicht.

Diese stellten sich wie folgt dar: Der Patient war bereits in einem absolut desolaten Zustand in die zahnärztliche Behandlung gekommen. Durch das Entfernen mehrerer Zähne war die ursprüngliche Kiefer- und Gebissstellung nicht mehr physiologisch. Der individuelle Biss des Patienten stimmte überhaupt nicht mehr. Zudem hatte der Patient zuvor eine Zahnbehandlung bei einem anderen Zahnarzt erhalten, die aus fachlicher Sicht nicht den individuellen Gegebenheiten entsprach. In der neuen Praxis konnte man nur noch versuchen, einen idealen Zustand für den Patienten zu finden. Der Patient erhielt eine Totalprothetik – diese war jedoch physiologisch nicht korrekt, da die Nackenmuskulatur chronisch verkrampft und die ersten beiden Halswirbelkörper (C1, C2) sowie die Kopfgelenke verschoben waren.


Eine individuelle Bisslage konnte nicht gefunden werden, da die Steuerung der Kiefer- und Kaumuskulatur aus den ersten beiden Halswirbelkörpern austritt. Sind diese ursächlich an neurovegetativen Blockaden beteiligt, kann der Kiefer nicht in seine reizfreie Nulllage kommen.


Als er den beiden Zahnärzten zeigte, wie ein Kiefergelenk innerhalb einer Minute in die physiologische, patienteneigene Normalstellung reponiert werden kann, war die erste Überraschung deutlich erkennbar. Diese Methode hatte er Jahre zuvor gemeinsam mit einem ganzheitlich arbeitenden Zahnarzt erfolgreich an etwa 200 Patienten erprobt und anschließend methodisch weiterentwickelt. Als das Gespräch auf die Störfelder im Kieferknochen kam, erklärte der Zahnarzt, der auch die Operation durchführen sollte, dass er ohne Zweifel glaube, dass sich in diesem Bereich eine chronische Entzündung befinde. Er habe jedoch ein Problem mit der Lokalisation, da er auf dem Röntgenbild (OPG) nichts erkennen könne. Selbst bei einer Operation wüsste er nicht, ob er alles entfernen könne, da er das Geschehen nicht vollständig einsehen könne.


Er war darüber erstaunt, denn so offen hatte noch nie ein Zahnarzt mit ihm über die Schwierigkeiten einer Kieferoperation gesprochen. Bis dahin war er immer davon ausgegangen, dass ein Störfeld sichtbar sei und nach der Operation vollständig entfernt wäre. Ihm wurde jedoch erklärt, dass es in der Realität nicht so einfach sei.


Der Zahnarzt fragte ihn, ob er ihm sagen könne, wo genau gefräst werden müsse, um die Störfelder zu entfernen, und ob er ihn während der Operation unterstützen könne. Er war zunächst etwas überrumpelt und erklärte, dass er keine Erfahrung damit habe, ob das über Reflexzonen Tastbare auch während einer Operation funktionieren würde. Der Zahnarzt entgegnete, dass es auf einen Versuch ankäme.


Der Versuch



Der Versuch hatte es in sich. Die Schleimhaut im Bereich des Leerkieferabschnitts Regio 45 wurde eröffnet. Nach der Eröffnung zeigte sich eine Veränderung an der Oberfläche des Knochens. Der Operateur fräste mit einem Rosenkopfbohrer in den Bereich des ehemaligen Zahnes 45. Der Bohrer fiel nahezu in ein vorhandenes Loch, das sich in diesem Bereich befand, und diese Stelle wurde gereinigt.


Nachdem der Operateur seine Arbeit beendet hatte, bat er meinen Vater, zu kontrollieren, ob das Störfeld entfernt sei. Er testete die entsprechende Reflexzone und teilte mit, dass seiner Einschätzung nach im Bereich des Zahnes 45 sowohl nach außen zur Wange hin (bukkal) als auch nach innen zur Zunge hin (lingual) noch ein störender Prozess vorhanden sei.


Der Operateur bestätigte sofort, dass in diesem Bereich beim Fräsen noch weiches Knochenmaterial tastbar gewesen sei. Nachdem dieser Bereich abgeschlossen war und er insgesamt dreimal entzündliche Stellen angegeben hatte, dirigierte er den Operateur weiter in den Bereich 44. Auch dort waren Störfelder im Kieferknochen zu ertasten. Schließlich führte er ihn bis in den Bereich 43. Überall im Kieferknochen fanden sich entzündliche Veränderungen, die der Operateur während der Arbeit bestätigte.

Die zweite Operation wurde drei Wochen später durchgeführt. Auch bei diesem Eingriff im Leerkieferabschnitt Regio 35 konnten sehr große weiche Prozesse im Kieferknochen entfernt werden. Sowohl der Zahnarzt als auch er selbst waren über die Ergebnisse dieser Operationen erstaunt, ebenso über die Differenzierungsmöglichkeiten des Herdgeschehens über die Reflexzonen während einer Operation.


Obwohl der Nervus mandibularis betäubt war, konnten über die Reflexzonen des entsprechenden Zahnes bzw. Kieferknochenabschnittes genaue Aussagen über das Herd- und Störfeldgeschehen getroffen werden.


Mit der von ihm entdeckten Methode DentalReflex ist es möglich, den Operateur millimetergenau in das Herd- und Störfeldgeschehen zu dirigieren und so einen minimalinvasiven Eingriff zu gewährleisten. Die Operationen verlaufen knochenstruktur- und patientenschonend, zielgerichtet und – durch die anschließende Aktivierung des Lymphsystems sowie der nervalen Steuerung dieses Abwehr- und Reinigungssystems – meist ohne starke Schwellungen und ohne Wundheilungskomplikationen.

In der Folge testete er diese Methode an unterschiedlichen Patienten. Dabei wurden immer präzisere und zielgenauere Aussagen bezüglich der Zonen und der Operationen erarbeitet. Dies ging so weit, dass Störfelder im Interdentalraum (zwischen zwei Zähnen) entfernt werden konnten, ohne den Nerv zu verletzen.


Bei einer Patientin, die eine belastete Zahnzone im Bereich 46 hatte und bei der sich dadurch ein Stau im Lymphsystem der Brust mit Knotenbildung entwickelte, konnte trotz genauer Röntgenuntersuchung und weiterer Methoden kein Störfeld oder Herd lokalisiert werden. Da er an diesem Tag in der Praxis anwesend war, wurde auf sein Anraten hin – nachdem er die entsprechenden Reflexzonen kontrolliert hatte – das Inlay entfernt. Es war keine Karies sichtbar. Da er dem Zahnarzt jedoch mitteilte, dass sich die Störung im Zahn selbst (im Kronenbereich) und nicht im Halteapparat oder im Kieferknochen befinde, wurde die Unterfüllung des Inlays entfernt. Obwohl diese bei genauester Betrachtung keine Anzeichen einer kariösen Veränderung zeigte, befand sich darunter Karies. Der Knoten in der Brust verschwand unmittelbar nach dem Entfernen dieser Karies – ohne weitere Behandlungen (Beobachtungszeitraum: seit 1999 bis heute).